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Pilgernächte pur

Die ersten 10 km waren heute wieder auf Holzstegen am Strand entlang – wunderschön. Die Macht des Atlantiks zu spüren ist überwältigend. Damit ist aber leider für die nächsten Tage ersteinmal Schluss. Nach der ersten Pause ging es ins Landesinnere – leider 18 km auf der Straße, was einerseits gefährlich war, weil es über weite Strecken nichts für uns Fußgänger gab und andererseits sehr ermüdend und belastend für die Füße ist. Dabei geht der Pilgerweg in beide Richtungen: eine Richtung Santiago und eine Richtung Fatima. Bei vielen Rastplätzen saßen Pilger die ihre ersten Blasen versorgten. Ich bin so froh, dass ich dieses Leiden bisher gar nicht kenne. Heute in der Herberge sah ich schon die ersten „Operationen“.

Ich hab mich heute nicht richtig fit gefühlt, weil mein Darm nicht richtig tickt. Außerdem war es heute zum ersten Mal heiß und die Sonnencreme ganz unten im Rucksack. Jetzt bereue ich es, dass ich sie nicht herausgekramt habe –  jetzt bin ich ein bisschen rot und die Augen brennen.

Um 16 Uhr war ich schon recht müde und habe bei einer Herberge gefragt, wieweit die nächste ist. Die 8 km wären zur Not noch gegangen, aber dort gibt es nur 6 Betten. Die nächsten Betten gibt es dann erst in 15km. Das wär mir zu riskant und so entschied ich hier zu bleiben – Pilgernacht Original steht mir bevor: 6 Stockbetten in einem Zimmer, aber ich hab das letzte unten erwischt! Eine Steckdose pro Raum und kein Wifi.

Nach dem duschen, Wäschewaschen und dem Resteessen ist noch immer so viel Abend übrig! Morgen mache ich mehr und längere Pausen …. und jetzt suche ich mir irgendwo eine Bar!

Portugal, Rates 28km