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Es kann losgehen

Gestern 20km lang die Stadt erkundet und mich von ihrem Charm verzaubern lassen. Obwohl auf Touristenpfaden unterwegs merke ich doch gleich, dass ich irgendwo auf einem anderen Stern zu Hause bin. Spätesten in der Kathedrale war mir klar was mein Ziel dieser Reise ist. In diesem Moment hab ich gespürt wie meine Seele auf Jakobswegmodus umgesprungen ist und sich für die nächsten beiden Wochen dort eingehackt hat. Das klicken des ersten Stempels im Pilgerpass war wie das Geräusch wenn eine Tür ins Schloss fällt. Aber es hat sich gelohnt hier einen Tag zu bleiben um wirklich anzukommen. Gemeinsam mit meiner besten Stütze aus dem Büro hab ich es sogar geschafft meine Mailbox neu zu besprechen – und das tue ich sonst nie, auch nicht im Urlaub. Dort hört man jetzt, dass ich erst wieder ab 20. Mai erreichbar bin. Wer mich kennt weiß, dass das ganz ungewöhnlich ist für mich.

Weil heute so schlechtes Wetter angesagt war habe ich überlegt heute mit dem Bus nach Fatima zu fahren. Doch schon beim Aufwachen hab ich das Kribbeln in den Beinen gespürt und beim Blick aus dem Fenster war alles klar – ich möchte endlich wieder richtig gehen! So richtig, richtig … und da gehören ein paar Regentropfen dazu.

Bis alles fürsorglich mit den richtigen Salben eingecremt war hat es noch gedauert. Daran ist zu merken, dass ich beim letzten Mal schon viel besser an das gehen gewöhnt war. Diesmal ist schon ein wenig die Sorge im Gepäck ob mein Körper auch alles mitmacht was ich im zumute. Wenn man mehrere Monate Zeit hat ist es egal ob ein paar Sorgetage einzuschieben sind aber mit nur zwei Wochen ist es mir wichtig schon gut hinzustpüren was ich mir zumute. Ob das was mit alt werden zu tun hat? Der Gedanke würde da auch ganz gut passen.

Auf geht’s – um bom caminho – so heißt das hier