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Rien ne va plus – nichts geht mehr!

Gestern Nacht hat es mich dann noch in ein Speiselokal verschlagen, von dem ich berichten muss. Nur ein ganz großer Tisch und Plätze an der Theke. Weil es schon nach 10 Uhr ist bekomme ich einen Platz. Der Kellner beobachtet mich wie ich verzweifelt die spanische Karte studiere und fragt mich dann auf Engisch: wenn ich ihm sage was ich mag und was nicht und ihm vertraue, so stellt er mir ein Menü zusammen. Er fragt wo ich herkomme und ob ich auch rohen Fisch und Fleisch esse und scharf oder nicht scharf. Die Dame die neben mir sitzt sagt in gebrochenem Deutsch: „vertrauen sie ihm“. Das war der Beginn eines wunderschönen Abends. Wie sich herausstellte war das Paar neben mir aus Santiago. Die beiden waren Professoren an der Uni und freuten sich österreichisch zu sprechen. Sie haben Verwandte bei uns und haben beide im deutschsprachigen Raum studiert. Es war ein interessanter, fröhlicher Austasch mit dem köstlichsten Essen meiner Reise.

Heute ist der dritte Muttertag in Folge wo ich am Jakobsweg unterwegs bin. Aber nächstes Jahr will ich wieder einmal meine Söhne an diesem Tag auch drücken. Der Tag begann mit der Entscheidung mir Zeit zu lassen für die Verabschiedung aus Santiago. Erst noch die Messe und noch ein Gang um Jakobus noch einmal zu umarmen. Das mag ich in der Früh ganz besonders, denn da ist in der Kirche noch nichts los.

Dann ein gutes Frühstück im Hotel und noch an alle Lieblingsplätzein der Stadt. Somit war es dann 11 Uhr bis ich endlich losging. Aber die 30km sollten sich ausgehen. Leider begann es knapp vor dem Ziel wieder mal zu regnen. Angekommen in der Herberge hatte ich zum ersten Mal seit langem Pech mit dem Quartier – total completto – nichts mehr frei! Der Hospitaliero war so nett zu telefonieren und reservierte mir einen Platz in der nächsten freien Herberge – in 8 km🙈 Und das im Regen! Und jetzt geht gar nichts mehr außer Bett…

Spanien, vilaserio 38km