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Die Pyrenäen in Sicht

Heute hatte ich den ganzen Tag Sicht auf die Berge. Die Landschaft ist genauso wie zu Hause, sogar die Brombeeren schmecken gleich. Was es da alles am Wegrand für uns gibt! Hier wurden sogar Obstbäume gepflanzt deren Früchte für die Pilger sind. Aber dafür ist es leider noch zu früh. Ansonsten war mir heute wieder einmal nur heiß – da gibt es sonst nichts zu schreiben. Aber ich hab Musik gehört (Entspannungsmusik geht gar nicht – das sollte man bei seiner Musikauswahl für solche Vorhaben berücksichtigen! Hab ich aber nicht!!!).

Heute bin ich wieder mal in einer privaten Herberge. Es ist schon unglaublich welche Einblicke man da bekommt. Diese Menschen öffnen ihre Häuser für uns, sind einerseits sehr verschieden und haben doch etwas, dass sie verbindet. Ich denke alle mögen es fremde Menschen und Geschichten zu erleben. Viele sind einwenig schräge Vögel, selten sind es biedere, angepasste Persönlichkeiten. Die Häuser und das angebotene Essen sind so unterschiedlich wie die Menschen. Aber fast alle sind sehr herzlich und versuchen uns das Leben so leicht als möglich zu machen. Was mich besonders beeindruckt ist, dass sie sich unsere Namen so gut merken. Sie sind auch so etwas wie Botschafter am Weg und erzählen uns voneinander. Z.B. erfahre ich immer wieder von einem Pilger aus dem Pilachtal der so ca. eine Woche vor mir ist. Bin gespannt ob wir einander treffen.

FRA Sauvelade, Freitag der 10.7.2015, 31 km