Ankekommen am Ende der Welt

Heute hatten wir einen kurzen, schönen Weg bis zu unserem Zwischenziel Fisterra. Der erste Blick auf das offene Meer hat schon eine besondere Bedeutung. Auf dem langen Weg nach Santiago denkt wohl jeder Pilger in mühsamen Momenten an diesen Anblick. Ich habe auch einige Pilger getroffen die den Leuchtturm von Fisterra ausgedruckt mit hatten oder am Handy als Motivationsbild gespeichert hatten. Auch wenn wir gestern das Bild nur vermuten konnten, da uns der Regen immer wieder einholte, waren es ganz besondere 15 Kilometer. In alter Tradition habe ich wieder ein symbolträchtiges Blumensträußchen gebunden, dass den strömenden Regen nur unschön überstand. Im Ort angekommen gingen wir erst mal unser Quartier suchen – wieder mal meint es das Leben besonders gut mit mir: ein Haus am Berg mit Blick auf eine einsame Bucht am Atlantik, dazu einwenig Sonnenschein – Pilgerherz was willst du mehr?

Als wir die Stadt erkunden läutet mein Handy und ich freue mich wie eine Schneekönigin als ich sehe, dass mich unser Herr Monsignore anruft. Er wußte diesmal gar nicht, wann genau Sepp und ich nach Spanien gefahren sind. So wie schon im letzten Jahr bedeutet mir seine Anteilnahme an meiner Pilgerschaft besonders viel. Ich weiß, dass ich es ohne seinen Beistand nicht bis hierher geschafft hätte… und da läutet gerade in dem Moment das Handy als wir zum ersten Mal am Kai stehen!!!

Wir feiern das Leben und freuen uns, unser Etappenziel erreicht zu haben. Wir werden hier drei Tage Urlaub machen bevor wir wieder den Rucksack Schultern um uns auf den Weg nach Muxia zu machen.

Spanien, Fisterra, 16+4 km